Historische Funde auf dem Tartscher Bühel
Hauptorte der bronzezeitlichen
Besiedlung sind das Ganglegg oberhalb von Schludems und der Tartscher
Bühel im Oberen Vinschgau. Am Ganglegg erbrachte die Grabung 1997
Steinbauten der mittleren Bronzezeit mit Keramikschichten, die in
dieser präzisen Abfolge im Alpeninneren noch nicht angetroffen wurden
und Kontakte zu allen umliegenden Kulturen anzeigen.
Kultur Fritzens - San Zeno der jüngeren Eisenzeit. Am Ganglegg fördert
die Grabung Hausbauten und Funde von hoher Qualität zutage, am
Tartscher Bühel ist auf Luftbildern eine ausgedehnte stadtartige
Siedlung zu erkennen. Zunehmend werden Hausbauten bekannt, eingetieft,
mit Mauersockeln und Holzaufbau, zweigeschoßig. Von der späten
Bronzezeit bis in die jüngere Eisenzeit kennen wir zahlreiche
Brandopferplätze. Es sind Heiligtümer, an denen eine Gemeinschaft
Opfertiere und Weihegaben verbrannt, Speise- und Trankopfer dargebracht
und kultische Feste gefeiert hat. Nahe dem Ganglegg liegt ein
Brandopferplatz, vom Tartscher Bühel ist ein solcher bekannt. Jede
Siedlung besaß wohl ihren Brandopferplatz. Bei der archäologischen
Spurensuche findet man die in den Opferfeuern kleinteilig verbrannte
und kalzinierte Knöchelchen. Bei Rossladum und Valmutz über St. Georg
in Kortsch weisen kalzinierte Tierknochen und Schlacken auf einen
Brandopferplatz in Zusammenhang mit Bergbau hin. Der einzige
eisenzeitliche Fundplatz, an dem unsere Wanderungen vorbeiführen, ist
ebenfalls ein heiliger Ort.
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