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Mehl für das Vinschgerle (Vinschger Paarl)

In Kastelbell-Tschars wurden in den letzten Jahren viele alte Mühlen restauriert.

Die Funktionsweise der Mühlen:

Das Wasser wird in der Schussrinne auf die Schaufeln des Wasserrades geleitet. Dadurch werden Wasserrad und Wellbaum angetrieben. Über den Wellbaum wird die Kraft auf das Komprad weitergeleitet und über die Kemp der Spindelstock in Bewegung gesetzt.

Der obere Mühlstein ist mit dem Spindelstock verbunden und beginnt sich somit zu drehen. Die Verbindung zwischen den Mühlsteinen und dem Goss wird als Gossrittler bezeichnet und hat die Aufgabe das Nachfließen des Getreides vom Goss in die Mühlsteine durch rütteln zu sichern.

Durch eine Vorrichtung an der Steinbank wird der Spindelbaum und somit der Spindelstock und der obere Mühlstein gehoben oder gesenkt und dadurch der Abstand zwischen den Mühlsteinen geregelt.

Um ein gutes Mehl zu bekommen, werden 7 - 8 Mahlgänge durchgeführt und von Mahlgang zu Mahlgang die Steine enger gestellt. Sind bei den ersten Mahlgängen die Steine zu eng gestellt, entsteht zuviel Hitze durch zu hohe Reibung, das Mehl verbrennt, wird braun und schließlich wertlos. Ebenfalls kann das Mehl verbrennen, wenn zuviel Wasser mit zu hohem Druck auf das Wasserrad geleitet wird und sich die Steine mit zu hoher Geschwindigkeit drehen und deshalb zuviel Hitze entsteht.

Das gemahlene Getreide gelangt im Kaandele in den Mühlpeitl, der sich im Peitlkoschtn befindet. Das Peitlmandl rüttelt die Peitlruat und diese rüttelt den Mühlpeitl. Dadurch fällt das Mehl aus dem Mühlpeitl in die Mehlkiste und die Griesch wird in den Grieschschrein geleitet. Je länger der Peitlkoschtn desto länger der Mühlpeitl, um so besser erfolgt die Trennung zwischen Mehl und Griesch. Ein Mahlgang ist abgeschlossen, der nächste kann beginnen.

Die Mühlpeitl haben eine unterschiedliche Maschengröße um immer feineres Mehl zu bekommen. Bei den zwei ersten Mahlvorgängen wird der grobgelöcherte Mühlpeitl verwendet, um das Getreide von Staub, sonstigen Verunreinigungen und der äußeren Korschicht zu trennen.

Früher, als noch viel mehr gemahlen wurde, mussten die Mühlsteine ab und zu "geschärft" werden, um die Mahlwirkung zu verbessern. Dazu wurde das Mühlhackl verwendet. Nach etwa 40 Jahren mussten die Mühlsteine gewechselt werden, weil sie aufgebraucht waren.

Dies und noch viel mehr können Sie live bei den
Besichtigungen unserer Mühlen erleben.


Unsere intakten Mühlen:

  • Moarmühle in Galsaun,
  • Plattermühle in Tschars,
  • Baumandlmühle in Kastelbell 
Weitere Sehenswürdigkeiten
 

Infos kurz und bündig:

Führungen:
Tourismusverein Kastelbell
www.kastelbell-tschars.com

  • Unterkunftsempfehlungen
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Panoramahotel Himmelreich
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Bauernhof Urlaub am Lechenhof
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Landhotel Sand
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Hotel Winkler
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Landhaus Mondschein
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Hotel Bauhof
  • Einkehren
Restaurant Himmelreich
Restaurant Winkler
 
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Headerbild: Gruber Martin  

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